Hintergrund

Die Stadt Oldenburg verkauft im Baugebiet "Am Bahndamm" in Osternburg (in etwa hier) einige Grundstücke als Wohnhof-Grundstücke an private Baugruppen. Diese Baugruppen sollen gemeinsam bauen und wohnen und eine "gemeinsame soziale Bindung" eingehen (z.B. durch einen Gemeinschaftsgarten, Gemeinschaftsräume, Carsharing, …). Außerdem sollen die Gruppen eine lebendige Nachbarschaft im Quartier fördern (siehe Vergaberichtlinie, Ziffer 2.5 ). Laut Bebauungsplan für das Baugebiet "Am Bahndamm" muss ein Wohnhof-Grundstück mit 6 Wohneinheiten bebaut werden.

Unsere Planung

Wir planen 5 Wohneinheiten zu bauen plus ein Gemeinschaftshaus, das alle Bedingungen an eine Wohneinheit erfüllt. Unsere 3 Wohneinheiten möchten wir als einzelne Häuser bauen. Die noch zu vergebenden beiden Wohneinheiten können auch als einzelne Häuser gebaut werden (siehe Skizze). Wir sind aber auch offen dafür, dass zwei weitere Parteien gemeinsam ein Haus mit 2 Wohneinheiten bauen.

Wir haben noch keinen fertigen Plan für die Bebauung eines Wohnhof-Grundstücks. An folgender Skizze für ein ca. 1500m2 großes Grundstück lassen sich aber schon gut die Punkte erkennen, die uns wichtig sind:

Gemeinschaftshaus:

Das Gemeinschaftshaus enthält einen großen Gemeinschaftsraum und ein Gästezimmer. Der Gemeinschaftsraum dient uns als zentraler Ort der Gemeinschaft und bietet vielseitige Möglichkeiten für private und gemeinsame Aktivitäten, wie z.B. Geburtstagsfeiern oder gemeinsames Frühstücken oder Spiele-Abende. Gegebenenfalls könnten zu den gemeinsamen Aktivitäten auch interessierte Nachbarn aus dem Quartier eingeladen werden. Das Gästezimmer kann von den Wohnhof-Bewohnern (und ggf. auch Nachbarn aus dem Quartier) für einen bestimmten Zeitraum als Übernachtungsmöglichkeit für Besuch gemietet werden. Um die Bedingungen für eine Wohneinheit zu erfüllen, werden zusätzlich ein kleines Bad und eine Küche eingebaut. Sowohl durch den großen Gemeinschaftsraum als auch durch das Gästezimmer kann an der privaten Wohnfläche gespart werden. Eine große Terrasse bietet auch im Sommer Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten.

Weitere Ideen für das Gemeinschaftshaus: Hauswirtschaftsraum ggf. mit gemeinsamer Waschmaschinen-/Trockner-Nutzung, Werkstattraum, Abstellraum

Gemeinschaftsgarten:

Unser Garten soll uns viel Freiraum für eine gemeinsame Gestaltung geben und die gute Nachbarschaft im Wohnhof fördern. Geplant sind auf den ca. 300 - 400m2 ein Spielbereich (z.B. mit Sandkasten und Klettergerüst) und ein Obst- und Gemüsegarten, der von allen Bewohnern die Spaß daran haben ökologisch bewirtschaftet wird. Um zufällige Begegnungen von allen Bewohnern zu fördern, zeigen alle Haustüren zum Gemeinschaftsgarten.

Weitere Ideen für den Gemeinschaftsgarten: Regenwasserzisterne, Feuerstelle/Grillplatz, Kompost

Private Rückzugsräume:

Neben dem Gemeinschaftshaus und -garten bekommt natürlich auch jeder private Rückzugsräume. Jedes Haus hat ca. 120m2 Wohnfläche haben, wobei mehr oder weniger nach Absprache mit den anderen Parteien auch möglich sind. Zusätzlich hat jedes Haus einen kleinen Garten (60 - 100m2) mit einer vom Gemeinschaftsgarten abgewandten Terrasse. Die tatsächlichen Größen von Wohnfläche und Garten hängen natürlich davon ab, welches der Grundstücke wir bebauen.

Viel Platz für Fahrräder – wenig Platz für Autos:

Um ein gefahrloses Spielen der Kinder zu ermöglichen, wird der Innenhof autofrei gehalten. Ein großer Fahrradschuppen ermöglicht uns außerdem laut neuer Stellplatzverordnung die Anzahl der Stellplätze auf vier zu reduzieren.

Weitere Ideen: privates Carsharing

Gedanken zur Bauweise:

Wir planen eine nachhaltige, platzsparende, schnelle und kostengünstige Bauweise. Daher bietet sich für uns die Holzrahmenbauweise an. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und bietet gute Dämmeigenschaften. Da die Wände als Fertigteile im Werk produziert werden können, ist die Bauphase kürzer und von der Witterung unabhängig. Das Trocknen der Wände vor dem Einzug entfällt.

Im Inneren der Häuser wollen wir ohne tragende Wände auskommen. Daher halten wir eine Breite von sechs Metern ein. Das erlaubt eine sehr modulare Bauweise, indem man je nach Bedürfnissen ein komplett offenes Stockwerk (offener Wohnbereich) oder viele kleine Zimmer erhalten kann.

Die Dächer sollen so gebaut werden, dass sie für Solarthermie geeignet sind. Falls es das jeweilige Anfangsbudget nicht zulässt, können die Anlagen auch nachträglich installiert werden.

Geheizt werden könnte möglicherweise über eine zentrale Erdwärmeheizung.

Eine Unterkellerung ist nicht geplant. Die Entscheidung kann aber individuell von jeder Partei für ihr eigenes Haus getroffen werden.